“Action Day” an der Klos­ter­mau­er Helmstedt

“Action Day” am 21. Mai 2022 – Foto: Karl-Heinz Broska

Rota­rys “Action Day” setz­te ein gro­ßes Zeichen

Am 3. März 2021 war die Klos­ter­mau­er des Klos­ters St. Lud­ge­ri in Helm­stedt auf einer Län­ge von ca. 30 Meter völ­lig uner­war­tet eingestürzt.

Die Bau­ten des im 9. Jahr­hun­dert gegrün­de­ten Klos­ters wur­den ab dem 17. Jahr­hun­dert umfas­send erneu­ert. Man ver­mu­tet, dass auch der Teil­ab­schnitt der ein­ge­stürz­ten Mau­er Anfang des 18. Jahr­hun­derts im Rah­men die­ser Maß­nah­men erneu­ert wurde.

Aktu­el­le Unter­su­chun­gen haben erge­ben, dass Ein­wir­kun­gen von Feuch­tig­keit im Sockel­be­reich über einen sehr lan­gen Zeit­raum und die seit eini­gen Jah­ren vor­han­den Unter­schie­de der Gelän­de­hö­hen bei­der­seits der Mau­er zum Umsturz geführt haben.

Die Stadt Helm­stedt prüf­te kurz­fris­tig die Stand­fes­tig­keit der angren­zen­den Mau­er­tei­le und ver­an­lass­te dar­auf­hin umge­hend die not­wen­di­ge bau­li­che Siche­rungs­maß­nah­men. Nach Ermitt­lung des erfor­der­li­chen Sanie­rungs­auf­wan­des und der dar­aus resul­tie­ren­den Kos­ten, fiel dann die Ent­schei­dung, die his­to­ri­sche Klos­ter­mau­er wie­der aufzubauen.

Mit Unter­stüt­zung der Jugend­bau­hüt­te Nie­der­sach­sen und des Orts­ku­ra­to­ri­ums Helm­stedt der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, wur­de das ein­ge­stürz­te Stein­ma­te­ri­al für die spä­te­re Wie­der­ver­wen­dung sor­tiert und auf Palet­ten zwischengelagert.

Es folg­ten ein Boden­gut­ach­ten und alle wei­te­ren erfor­der­li­chen Pla­nun­gen für den Wie­der­auf­bau, wel­che alle in Abstim­mung mit der unte­ren Denk­mal­schutz­be­hör­de der Stadt Helm­stedt erfolgten.

Mit der Neu­ge­stal­tung des Gelän­de­pro­fils nörd­lich der Klos­ter­mau­er wird sich auch die benach­bar­te Ava­con mit einer wich­ti­gen Maß­nah­me betei­li­gen, um den seit­li­chen Boden­druck auf die Mau­er zu reduzieren.

Vie­le Mona­te bot sich den Pas­san­ten und inter­es­sier­ten Betrach­tern zwi­schen­zeit­lich das unver­än­der­te Bild einer schein­bar ruhen­den Bau­stel­le. Da aber wit­te­rungs­ab­hän­gi­ge Arbei­ten am Fun­da­ment sowie Maurer- und Stein­metz­ar­bei­ten Frost­frei­heit vor­aus­setz­ten, muss­te auf den Früh­ling gewar­tet werden.

Die ori­gi­nal­ge­treue Rekon­struk­ti­on der his­to­ri­schen Klos­ter­mau­er hat­te nun auch prak­tisch begonnen.

Ende März 2022 war es dann end­lich soweit und die ers­ten vor­be­rei­ten­den Arbei­ten konn­ten begin­nen. Die ori­gi­nal­ge­treue Rekon­struk­ti­on der his­to­ri­schen Klos­ter­mau­er hat­te nun auch prak­tisch begonnen.

Es ist tra­di­tio­nell der Tag, an dem die Rota­ry Clubs welt­weit ihren “Action Day” bege­hen.

Jan-Michael Schmid

Ein gro­ßes Zei­chen setz­te der Rota­ry Club Helm­stedt mit sei­nem soge­nann­ten “Action Day” am Sams­tag, den 21. Mai 2022 und gab damit gleich­sam den öffent­li­chen Start­schuss für die eigent­li­chen Wie­der­auf­bau­ar­bei­ten. „Es ist tra­di­tio­nell der Tag, an dem die Rota­ry Clubs welt­weit ihren “Action Day” bege­hen.“ beton­te Jan-Michael Schmid, amtie­ren­der Prä­si­dent von Rota­ry Helm­stedt, in sei­ner Eröffnungsrede.

Buch­stäb­lich in letz­ter Sekun­de war am Tag davor das Fun­da­ment fer­tig gewor­den, so dass nun end­lich kräf­tig Hand ange­legt wer­den konnte.

Eine gro­ße Grup­pe rota­ri­scher Freun­de, die Jugend­bau­hüt­te Ost­fa­len, das Orts­ku­ra­to­ri­um Helm­stedt und wei­te­re, hoch moti­vier­te Hän­de – etli­che auch mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund – zeig­ten auf beein­dru­cken­de Wei­se, was ein so bunt gemisch­tes Team zu leis­ten im Stan­de ist.

Der Rota­ry Club Helm­stedt ist von Anfang an ein her­vor­ra­gen­der Unter­stüt­zer der Jugend­bau­hüt­te Ost­fa­len. Neben beacht­li­chen Spen­den woll­ten die Mit­glie­der des Clubs an die­sem beson­de­ren Tag auch vor Ort zei­gen, dass ihnen die Wie­der­her­stel­lung der his­to­ri­schen Klos­ter­mau­er eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit ist.

Mit Hel­mut Frie­se und Hel­mut Wen­sing war auch die Bür­ger­stif­tung Ost­fa­len als wei­te­rer, gro­ßer För­de­rer der Jugend­bau­hüt­te Niedersachsen-Ostfalen pro­mi­nent vertreten.

Unter Anlei­tung unse­res Mau­rer­meis­ters Die­ter Michae­lis und einer Ein­wei­sung durch den Esbe­cker Sta­ti­ker Wer­ner Köh­ler, star­te­te die Akti­on mit sicht­bar guten Ergebnissen.

Nach Stun­den kör­per­li­cher Arbeit, die von der Fami­lie Beh­renz mit schwung­vol­ler Musik pas­send beglei­tet wur­den, gab es in den Pau­sen aus­rei­chend Gele­gen­heit zum gegen­sei­ti­gen Aus­tausch und Kennenlernen.

Allen Betei­lig­ten wur­de schnell klar, dass der wei­te­re, kom­plet­te Auf­bau der Klos­ter­mau­er, eine ech­te Her­ku­les­auf­ga­be für die Jugend­bau­hüt­te und das Orts­ku­ra­to­ri­um Helm­stedt sein wird.

Dazu wird auch in den nächs­ten Mona­ten wei­te­re mate­ri­el­le und ideel­le Unter­stüt­zung erfor­der­lich sein.

Karl-Heinz Bro­s­ka


Sehr ger­ne wer­den wir auch in Zukunft über Fort­schrit­te und die künf­ti­gen Maß­nah­men unse­res groß­ar­ti­gen Bau­vor­ha­bens berichten.

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